Sprungziele
Seiteninhalt

Berufsorientierung

Laut Schulgesetz besteht der Bildungs- und Erziehungsauftrag einer Schule im Kern darin, SchülerInnen „angemessen auf das Leben in der Gesellschaft vorzubereiten und sie zu einer aktiven und verantwortlichen Teilhabe am Leben zu befähigen. Dazu gehört auch die Vorbereitung auf die Berufs- und Arbeitswelt. Berufliche Orientierung unterstützt […] systematisch und kontinuierlich bei der Berufswahlentscheidung und leistet so einen Beitrag für den erfolgreichen Übergang von der Schule in die Arbeitswelt.“
Die Verwaltungsvorschrift „Berufliche Orientierung an öffentlichen allgemeinbildenden und beruflichen Schulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern“ des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur vom 12. Juli 2021 sieht vor, dass jede schulische Einrichtung ein schuleigenes Konzept zur organisatorischen und inhaltlichen Ausgestaltung der berufs-orientierenden Maßnahmen, beginnend in der Grundschule und endend in Jahrgangsstufe 10, entwickelt.

In der Grundschule wird ein erster Grundstein für die spätere berufliche Orientierung gelegt. Die Vermittlung grundlegender ökonomischer Kompetenzen in dieser frühen Bildungsphase trägt dazu bei, Kinder für wirtschaftliche Zusammenhänge zu sensibilisieren und ihr eigenes Konsumverhalten bewusst wahrzunehmen sowie zu reflektieren. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit alltäglichen wirtschaftlichen
Situationen. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln spielerisch ein erstes Verständnis für Unterschiede in der wirtschaftlichen Lebenslage von Menschen, setzen sich mit dem eigenen Umgang mit Geld auseinander und lernen grundlegende Prinzipien verantwortungsvollen wirtschaftlichen Handelns kennen. Durch Exkursionen in regionale Unternehmen lernen die Schülerinnen und Schüler wirtschaftliche Abläufe sowie berufliche Tätigkeiten direkt vor Ort kennen und gewinnen erste Einblicke in die Arbeitswelt.
In den Jahrgangsstufen 5 und 6 machen die SchülerInnen erste Erfahrungen im Rahmen unseres Konzepts zur Beruflichen Orientierung. Im Mittelpunkt steht dabei das grundlegende Verständnis von Beruf und Arbeit als bedeutender Bestandteil des Lebens. Die praktischen Erfahrungen aus der Grundschule werden im Fach AWT weiter vertieft und mit Informationen zu den dazugehörigen Berufsfeldern moderat ergänzt. Ziel ist es bereits jetzt, Motivation für eine erste Auseinandersetzung mit dem Thema Berufswahl zu wecken und den Blick auf mögliche Lebensentwürfe zu öffnen und zu schärfen.


1. Berufswahlparcours in Klasse 7

Bereits in der 7. Klasse wird ein Berufswahlparcours durchgeführt, um die Schülerinnen und Schüler spielerisch an verschiedene Berufsfelder heranzuführen. In diesem Parcours lernen sie unterschiedliche Tätigkeiten und Berufsbilder kennen, probieren praktische Aufgaben aus und entdecken ihre eigenen Stärken und Interessen. Ziel ist es, erste Orientierungspunkte zu schaffen und Neugier auf die Arbeitswelt zu wecken. Als Start dient die Berufswahlmesse.

2. Betriebscasting in Klasse 8

In der 8. Klasse rückt der Kontakt zur Arbeitswelt stärker in den Fokus. Beim sogenannten Betriebscasting haben Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, unterschiedliche Berufe kennenzulernen. Ähnlich wie bei einem Speed-Dating stellen sich die Bereiche in kurzen Sequenzen vor, während die Jugendlichen Fragen stellen und sich einen Eindruck von möglichen Ausbildungsplätzen verschaffen können. Dieses Format bietet einen direkten und praxisnahen Einblick in die Berufswelt.

3. Praktika in Klasse 9 und 10

In den höheren Klassen (9. und 10. Jahrgangsstufe) absolvieren die Schülerinnen und Schüler ein oder mehrere Praktika in Betrieben ihrer Wahl. Diese Praktika ermöglichen es ihnen, erste berufliche Erfahrungen zu sammeln und den Arbeitsalltag in einem konkreten Berufsfeld kennenzulernen. Gleichzeitig können sie ihre Fähigkeiten und Interessen in der Praxis erproben. Die Praktika sind auch eine wertvolle Gelegenheit, Kontakte zu potenziellen Ausbildungsbetrieben zu knüpfen.

Vorteile der gestuften Berufsorientierung

Die Kombination aus Berufswahlparcours, Betriebscasting und Praktika bietet den Jugendlichen eine umfassende Vorbereitung auf die Berufswahl. Sie gewinnen wichtige Einblicke in ihre Stärken und Interessen, sammeln praktische Erfahrungen und können fundierte Entscheidungen für ihre berufliche Zukunft treffen. Darüber hinaus stärkt dieser Ansatz die Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler und hilft ihnen, ihre beruflichen Ziele gezielt zu verfolgen.

Eine strukturierte Berufsorientierung wie diese bildet eine wichtige Grundlage für den Übergang von der Schule ins Berufsleben und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung der Ausbildungs- und Berufswahlkompetenz der Jugendlichen.

Ab diesem Schuljahr gibt es ein neues Berusorientierungskonzept geben, welches die Umsetzung eines Praxistages in Klassenstufe 9 beinhaltet.

Seite zurück Nach oben